Adi's Terrarienwelt/Latrodectus Zucht Schweiz

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Wissenwertes über Schwarze Witwen (Latrodectus)

Latrodectus hasselti

Latrodectus hasselti

Latrodectus hasselti 

Körperlänge: Weibchen erreichen ungefähr 10 mm, Männchen 3 bis 4 mm.

Der Körper und die Beine des Weibchens sind in der Regel pechschwarz, mitunter wirken Bereiche bräunlich. Auf der hinteren Hälfte des Opisthosomas befindet sich ein breites, rotes bis oranges Längsband. Die Seiten dieses Bandes wirken oftmals gezackt, können aber auch mehr oder weniger gleichmäßig erscheinen. Ebenfalls kann dieser Streifen unterbrochen sein oder in kleinere Punkte zerfallen. Ventral befindet sich ein auffallendes rotes Abzeichen in Form einer Sanduhr. Der Hinterleib kann je nach Ernährungszustand sehr stark im Unfang variieren.

Juvenile Tiere haben zusätzliche weiße Farbanteile auf dem Hinterleib.

Das Männchen ist wesentlich heller. Das Prosoma ist braun bis schwärzlich, während das Opisthosoma eine braune Grundfarbe und eine Zeichnung aus beigen bis hellbraunen Elementen besitzt. Die Beine sind hell dunkel schattiert.

Lebensraum

Latrodectus hasselti wurde bisher in Mitteleuropa nur in Belgien in Gewächshäusern gefunden, wohin sie eingeschleppt wurde.

In ihrem Verbreitungsgebiet in Australien, Japan und Neuseeland ist die Spinne meist in urbanisierten Gebieten zu finden. Die Art ist extrem anpassungsfähig und besitzt eine hohe Temperaturtoleranz. So kommt sie in australischen Gegenden vor, in denen zu bestimmten Zeiten die Temperatur unter den Gefrierpunkt fällt. Ebenso wurden Exemplare aber auch schon bei 41 °C an exponierten Stellen beobachtet. 

Verbreitung

Südostasien bis Australien, Neuseeland (World Spider Catalog 2016). Die Nachweise aus Südostasien sind eventuell Fehlidentifikationen oder einzelne, verschleppte Exemplare, die keine etablierten Populationen gebildet haben. In Australien ist die Art beinahe überall in entsprechenden Lebensräumen zu finden.

Es wurde längere Zeit vermutet, dass Latrodectus hasselti nach Australien durch Siedlungstätigkeiten eingeschleppt wurde, da sie dort, wie von anderen gebietsfremden Spinnenarten bekannt, synanthrope Bereiche stark bevorzugt und nicht vor 1870 beschrieben wurde. Viele andere endemische Arten wurden schon wesentlich früher entdeckt. Dies erscheint allerdings zunehmend unwahrscheinlich, da die Art in einer südaustralischen Aufsammlung von 1850 vorhanden ist und Untersuchungen zeigten, dass sie mit der auf Neuseeland endemischen Latrodectus katipo sehr nahe verwandt ist.

In Neuseeland wurde die Art das erste Mal 1981/82 im Süden der Südinsel nachgewiesen. Wahrscheinlich wurde sie durch Container verschleppt. Inzwischen ist sie etabliert und wurde auch an der Westküste der Nordinsel gefunden.

Die ersten Nachweise aus Japan stammen aus dem Jahr 1995 (Präfektur Osaka). Inzwischen hat sich die Art auch im Inland ausgebreitet (Vink et al. 2011).

Lebensweise und Netzbau

Latrodectus hasselti ist vorwiegend direkt am Boden zu finden. An einer geeigneten, meist etwas verborgen und dunkel liegenden Stelle webt die Spinne eine konisches Versteck aus Spinnenseide, welches mit einer Konstruktion aus Fäden verbunden ist, von der aus klebende Fangfäden zum Boden ziehen und insgesamt ungefähr 5 bis 20 cm² einnehmen. Bei Temperaturen unter 10 °C verstärkt die Spinne den oberen Teil des Verstecks mit weiteren Lagen aus Spinnseide.

Nahrungsspektrum und Beutefang

Verfängt sich ein Beutetier im Netz von Latrodectus hasselti, eilt die Spinne aus ihrem Versteck herbei und stoppt ungefähr im Abstand von einer Beinlänge. Anschließend streckt sie ein Vorderbein aus und berührt die potenzielle Beute. Dabei vermittelt die Spinne den Eindruck Distanz und Ausrichtung, evtl. auch Genießbarkeit, abzuschätzen. Danach dreht sie sich um, biegt das Abdomen leicht ein und bewirft die Beute mit klebriger, viskoser Spinnenseide durch alternierende Bewegungen der Hinterbeine. Ist diese immobilisiert, beißt die Spinne wiederholt in Kopf und Gliedmaßen. Dieses Verhalten wechselt sich mit weiterem Einspinnen der Beute ab. Dabei kommt auch trockene Spinnenseide zum Einsatz. Bewegt sich das Tier weiter, reagiert die Spinne darauf mit weiterem Einspinnen. Anschließend wird die Beute an einem Faden zum Versteck transportiert. Dabei wird sie von den Hinterbeinen gehalten und kontrolliert  wie das bei Vertretern der Araneidae der Fall ist.

Durch diese Methode kann die Art auch wesentlich größere und für sie potenziell gefährliche Tiere erjagen. Das Beutespektrum besteht zum Großteil aus Käfern und anderen Insekten. Ebenfalls werden Spinnen erbeutet. Latrodectus hasselti wurde aber auch schon dabei beobachtet, wie sie kleine Mäuse und Eidechsen überwältigte. 

Fortpflanzung

Die adulten Männchen spüren die Weibchen meist schon im subadulten Stadium in ihren Netzen auf und beginnen bereits zwei bis drei Tage vor der Adulthäutung mit pre-kopulatorischem Balzverhalten. Erst frühestens 24 Stunden nach Häutung des Weibchens zum Adulttier beginnt das Männchen mit der eigentlichen Balz. Das Männchen vollzieht dabei verschiedene, genetisch festgelegte Verhaltensweisen, darunter u. a. Rütteln am Netz, Abseilen und schnelles Spurten. Dies dient nicht dazu, eine Attacke durch das Weibchen zu verhindern (wie vielleicht vermutet) sondern die Aufmerksamkeit der Partnerin auf das Männchen zu lenken. Seine normalen Bewegungen im Netz werden nicht beachtet, da es aufgrund seiner geringen Masse nicht als Beute betrachtet wird. Männchen, die im Labor nicht zu Paarungsbemühungen zu bewegen waren, konnten unbehelligt nach 14 Tagen aus dem Netz des Weibchens entfernt werden. Selbst balzende Männchen werden von unwilligen Weibchen nicht angegriffen.

Man vermutet zusätzlich, dass bestimmte Verhaltensweisen während der Balz (z. B. das Bündeln von Fäden oder Zerbeißen des Netzes) anderer Männchen, welche oftmals zu mehreren im selben Netz vorhanden sind, den Zugang zum Weibchen erschweren und dessen Werbung behindern sollen.

Reagiert das Weibchen positiv auf die Werbeversuche des Männchens, nimmt es die Paarungshaltung ein. Das Männchen klettert auf die Ventralseite des Hinterleibs und beginnt mit den Pedipalpen das Umfeld der Epigyne zu betrommeln, eventuell um das Weibchen zu stimulieren. Desweiteren wird u. a. auch mit der Kante des Pedipalpus am Rand der Epigyne „gekratzt”, was möglicherweise den Embolus aus seiner Schutzhülle befreien soll. Das Trommeln wird immer wieder von kurzen Phasen unterbrochen, in denen das Männchen heftig mit dem Abdomen vibriert. Während der Pausen zwischen den Vibrationen schnürt sich der hintere Teil des Abdomens ein (unbekannt bei anderen Latrodectus-Arten).

Während der nun folgenden Paarung vollzieht das Männchen eine einzigartige Handlung. Bedingt u. a. durch die Expansion des Hämatodochae stellt es sich in einen Kopfstand, streckt den Hinterleib in die Höhe und überschlägt sich, wodurch sein Hinterleib direkt auf den Chelizeren des Weibchens landet. (Forster 1995) Das Weibchen beginnt das Männchen zu verzehren und das Männchen kann seine Kopulation verlängern und mehr Spermien übertragen. Das Männchen stirbt jedoch nicht immer dabei, sondern es gelingt einem Teil der Männchen auch den zweiten Taster oder Pedipalpus in einer weiteren Kopulation mit diesem Weibchen zu entleeren. Sein Überleben trotz beginnendem Kannibalismus sichert sich das Männchen durch eine abdominale Einschnürung, wobei alle wichtigen Organe in den vorderen Teil es Abdomens gezogen werden und vorerst geschützt sind. (Schneider 2012) Das Männchen kehrt jedoch normalerweise nach ungefähr 10 bis 15 Minuten für eine weitere Paarung zurück, wobei es schließlich in der Regel endgültig vom Weibchen verspeist wird. Falls nur eine Paarung stattfindet, lebt das Männchen noch bis zu 24 Stunden.

Der Begattungskannibalismus verlängert die Kopulationsdauer, da das Weibchen mit dem Verzehr des Männchens beschäftigt ist. Untersuchungen zeigten, dass eben diese längere Kopulationsdauer positiv mit der durch ein zweites Männchen befruchteten Anzahl von Eiern zusammenhängt (wahrscheinlich durch eine erhöhte Spermienübertragung). Dies bedeutet, wenn die Kopulationsdauer des zweiten Männchens die des ersten übertrifft, befruchtet es mehr Eier als sein Vorgänger.
Desweiteren zeigte sich, dass Weibchen, die ihren ersten Paarungspartner fraßen, zu einem Großteil weitere balzende Männchen abwiesen. 

Nach der Paarung baut das Weibchen bis zu zehn, anfangs weiße, später bräunlich werdende Eikokons von rundlicher Form, die im Netz aufgehängt werden. Dabei kann sie das Sperma bis zu zwei Jahre speichern und somit die günstigsten Bedingungen für die Eiablage abwarten. Im Durchschnitt enthält ein Kokon 250 Eier. Unter entsprechenden Umständen kann alle ein bis drei Wochen ein Eikokon gebaut werden. Ein Großteil der schlüpfenden Jungspinnen verbreitet sich über das Segeln mit dem Fadenfloß.

Im Labor brauchten Weibchen bei konstanten 25 °C 45 bis 74 Tage, um das Adultstadium zu erreichen, Männchen 28 bis 45 Tage. Bei 30 °C konnte kein auffallend schnelleres Wachstum festgestellt werden. Bei niedrigeren Temperaturen verlängerten sich die Phasen zwischen den Häutungen entsprechend. Unter 10 °C fielen die Spinnen in eine Art Ruhephase und stellten das Wachstum ein. (Forster 1995)

Giftigkeit und Bissunfälle

Latrodectus hasselti besitzt, wie die meisten Vertreter der Gattung, ein potentes Gift mit neurotoxischen Komponenten (darunter z.B. Alpha-Latrotoxin). Es wirkt direkt auf das Nervensystem und bewirkt u.a. eine unkontrollierte Ausschüttung und anschließenden Abbau von Neurotransmittern. Falls ein Biss durch diese Art erfolgt, sind (teilweise äußerst heftige) Schmerzen, vermehrtes Schwitzen, Übelkeit mit Erbrechen und Muskellähmungen typische frühe Symptome. (Australian Museum 2011)

Latrodectus hasselti gilt jedoch als nicht agressiv und Weibchen verlassen nur selten ihr Netz. Trotzdem kommt es jedes Jahr in Australien zu tausenden Bissunfällen, da die Populationsdichte der Art mitunter sehr hoch sein kann und dadurch Konfrontationen zwischen Mensch und Spinne, bedingt durch den bevorzugten Lebensraum, sehr häufig sind. Die Männchen sind in der Regel aufgrund ihrer geringen Größe nicht in der Lage durch menschliche Haut zu beißen. Trotz dieser Annahme sind zwei Bissunfälle mit einem subadulten und einem adulten Männchen registriert. Die darauf folgenden Vergiftungserscheinungen waren verhältnismäßig schwach.

Dreizehn registrierte Todesfälle in Verbindung mit einem Biss durch Latrodectus hasselti sind vom Beginn der Aufzeichnungen bis in die 1950er Jahre aus Australien bekannt. Seit der Einführung eines Gegengiftes 1956 kam es zu keinen weiteren Todesfällen

Latrodectus mactans

Latrodectus mactans

Latrodectus mactans 

Die Südliche oder Amerikanische Schwarze Witwe (Latrodectus mactans), meist nur Schwarze Witwe genannt, ist eine Spinne aus der Familie der Kugelspinnen (Theridiidae). Die anpassungsfähige Spinne bewohnt eine Vielzahl an Habitaten (Lebensräumen) auf dem amerikanischen Doppelkontinent und ist aufgrund ihrer Synanthropie (Anpassung an menschliche Siedlungsbereiche) auch in und an Gebäuden sowie weiteren vom Menschen geschaffenen Nutzflächen häufig anzutreffen. Sie war ursprünglich im Südosten Nordamerikas sowie in Teilen Mittelamerikas heimisch, wurde jedoch in Asien und Südamerika eingeführt. Die Art ist ein mittelgroßer Vertreter der Echten Webspinnen (Araneomorphae) und wie alle Echten Witwen (Gattung Latrodectus) eine vergleichsweise große Kugelspinne, wobei das Weibchen wie auch bei anderen Arten der Gattung wesentlich größer als das Männchen wird. Das Weibchen der Südlichen Schwarzen Witwe teilt mit anderen Arten der Echten Witwen die schwarze Grundfarbe, was zur deutschsprachigen Bezeichnung „Schwarze Witwen“ geführt hat, während das kontrastreicher gefärbte Männchen mehrheitlich verschiedene Brauntöne aufweist. Die Spinne besitzt auf der ventralen (unteren) Fläche des Opisthosomas (Hinterleibs) die dort für Echte Witwen typische und im Falle dieser Art orange oder rötliche Sanduhrzeichnung.

Wie alle Spinnen lebt die Südliche Schwarze Witwe räuberisch. Sie ist wie für Kugelspinnen üblich ein nachtaktiver Lauerjäger und legt ein für diese Familie typisches Raumnetz zum Beutefang an. In das Beutespektrum der opportunistischen Art fallen neben einer Vielzahl an anderen Wirbellosen auch kleinere Wirbeltiere. Der Paarung geht ein Balzverhalten voraus. Der sexuelle Kannibalismus, mit dem Echte Witwen in Verbindung gebracht werden, tritt wie bei anderen Arten der Gattung auch bei der Südlichen Schwarzen Witwe deutlich seltener auf als oftmals angenommen. Ein begattetes Weibchen der Art legt nacheinander mehrere Eikokons mit mehreren hundert Eiern an. Es betreibt Brutpflege und bewacht sowohl die Kokons als auch die daraus geschlüpften Jungtiere. Diese verbleiben anfangs gemeinsam im Netz des Muttertieres, ehe sie sich verstreuen und selbstständig über mehrere Fresshäute (Häutungsstadien) heranwachsen.

Die Südliche Schwarze Witwe zählt zu den bekanntesten Giftspinnen überhaupt und zu den wenigen Spinnen weltweit, deren Biss auch für einen gesunden erwachsenen Menschen mit lebensbedrohlichen Komplikationen einhergehen kann. Durch die synanthrope Lebensweise der Spinne ist ein Zusammentreffen zwischen ihr und dem Menschen nicht unwahrscheinlich. Jedoch ist die Art nicht aggressiv und beißt nur, wenn sie sich bedrängt fühlt. Auch ist lediglich das Weibchen dazu imstande, einen Menschen zu beißen. Todesfälle sind selten, da die Bisse der Art mit einem Antivenin (Gegengift) behandelt werden können.

Latrodectus tredecimguttatus

Latrodectus tredecimguttatus

Latrodectus tredecimguttatus 

Die Europäische oder Mediterrane Schwarze Witwe (Latrodectus tredecimguttatus), häufig auch Malmignatte, Karakurte, bzw. Karakurt genannt, ist eine Spinne aus der Familie der Kugelspinnen (Theridiidae). Sie ist die europäische Vertreterin jener Arten der Echten Witwen (Latrodectus), die früher allgemein als „Schwarze Witwen“ (Latrodectus mactans im weiteren Sinn) bezeichnet wurden. Die Europäische Schwarze Witwe ist überdies mit einer Körperlänge von bis zu 15 Millimetern die größte in Europa vorkommende Kugelspinne und durch ihre Zeichnung mit dreizehn roten Flecken auf glänzend schwarzem Grund sowie die Berichte über ihre Giftwirkung auch weitläufig in Europa bekannt, obwohl das Verbreitungsgebiet der xerophilen (trockenliebenden) und vom Mittelmeerraum bis nach China verbreiteten Art vorwiegend auf den Süden Europas begrenzt ist. Wie die Mehrheit der Kugelspinnen, die auch Haubennetzspinnen genannt werden, legt auch die Europäische Schwarze Witwe unregelmäßige Raumnetze an, die weiter oben einen Schlupfwinkel als Aufenthaltsort für die Spinne enthalten. Dabei dienen auch hier mit klebrigen Tropfen versehene Fangfäden der eigentlichen Fluchtverhinderung möglicher Beutetiere, die, sobald sie in einen der Fangfäden geraten, von der Spinne eingesponnen werden, ehe diese sie mit einem Giftbiss außer Gefecht setzt und anschließend verzehrt.

Das Art-Epitheton tredecimguttatus steht für „dreizehnfleckig“. Die Europäische Schwarze Witwe war schon 1778 einmal als Aranea brevipes beschrieben worden, diese Beschreibung wurde aber von späteren Bearbeitern ignoriert und wird heute als vergessener Name (nomen oblitum) in der Taxonomie unterdrückt, sodass die Beschreibung Pietro Rossis, der sie unter dem Namen Aranea 13-guttata in seiner Fauna Etrusca darstellte, Gültigkeit erhielt (siehe Abschnitt Systematik). Rossi erwähnt bereits die Variabilität der Art, dennoch gab es später Versuche, Exemplare mit einer geringeren Anzahl an roten Fleckzeichnungen auf dem Abdomen und andere Varianten als eigene Arten zu definieren. 1805 stellte Charles Athanase Walckenaer die Spinne innerhalb seiner Revision der Gattung Aranea in die neue Gattung Latrodectus. 1966 wurde sie als Unterart zu Latrodectus mactans gestellt, aber 1983 wieder zur Art erhoben.

Die Europäische Schwarze Witwe ist in wärmeren Gebieten der Paläarktis vertreten. Das großflächige Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich über den gesamten Mittelmeerraum, die Ukraine, Kaukasien, Russland (vom Europäischen Teil bis zum Süden Sibiriens), Kasachstan, den Iran, Zentralasien und China. In Europa endet das Verbreitungsgebiet nach Norden hin in Istrien. Recht häufig ist die Europäische Schwarze Witwe zum Beispiel auch auf den Mittelmeerinseln Sardinien und Korsika nachgewiesen.

Die Europäische Schwarze Witwe hält sich in Bodennähe auf und legt wie viele Kugelspinnen ein für die Familie typisches Spinnennetz zum Zweck des Beutefangs an, das aus mehreren Fangfäden besteht, die zum Boden reichen. Oben befindet sich ein schlüsselförmiger Schlupfwinkel, der als Aufenthaltsort der nachtaktiven Spinne dient. Das Netz wird in Bodennähe meist im halbhohen Gras oder anderer Vegetation angelegt. Jedoch werden Plätze unter überhängenden Felsen oder andere felsige Strukturen gerne als Netzbaustelle genommen.

Der hauptsächliche Zweck der bei fast allen Spinnen vorhandenen Spinnentoxine ist die Immobilisierung von Beutetieren. Bei der Europäischen Schwarze Witwe kommt dazu auch die Toxizität der Eier und der Jungtiere, die diese schützen soll.

Die Europäische Schwarze Witwe hat ein großes Beutespektrum, wobei durch die Art des Netzbaus eine passive Auswahl der Nahrung getroffen wird. Das Beutespektrum ist auch vom Altersstadium der Spinne abhängig. In das Beutespektrum fallen verschiedene Gliederfüßer, insbesondere größere Insekten. Den Hauptbestandteil der Beutetiere bilden mittelgroße bis große Gliederfüßer, darunter verschiedene Käfer, Heuschrecken und andere Spinnen.

Aufgrund der grundsätzlich hohen Populationsdichte und somit allgemeinen Häufigkeit in Habitaten, die optimale Bedingungen für das Leben der Art erfüllen, ist die Europäische Schwarze Witwe in ihrem Verbreitungsgebiet nicht bedroht und genießt dementsprechend keinen Schutzstatus.

Latrodectus geometricus

Latrodectus geometricus

Latrodectus geometricus 

Die Braune Witwe (Latrodectus geometricus) ist eine Webspinne aus der Familie der Kugelspinnen (Theridiidae). Sie gehört zur Gattung der Echten Witwen (Latrodectus).

Beschreibung

Die Weibchen der Braunen Witwe haben eine Körperlänge ohne Beine von etwa 12 bis 16 Millimetern, die Männchen sind mit 6 bis 8 Millimetern deutlich kleiner, haben aber längere Beine. Sie besitzt phänotypisch ein großes Farbspektrum. So kann eine Braune Witwe von fast weiß bis fast schwarz jede Farbe haben, typisch ist allerdings eine hellbraune Färbung. Die Farbe ist dabei nicht nur individuell verschieden, sondern ändert sich auch bei Einzelindividuen im Laufe ihres Lebens. Fast schwarze Formen sind von der Schwarzen Witwe kaum zu unterscheiden. Auf der Körperunterseite trägt sie eine orangefarbige, für viele Latrodectus-Arten typische Zeichnung in Form einer Sanduhr. Die Rückseite ist oft weiß gepunktet, wobei auch hier farbliche Variationen möglich sind.

Am besten lässt sich die Braune Witwe an dem Kokon, den sie um ihre Eier spinnt, identifizieren. Der Kokon besteht aus Seide und ist kugelförmig, wobei die Seide Stacheln auf der Außenseite bildet. Die Braune Witwe wird als sehr zurückhaltend beschrieben, es sind nur äußerst wenige Bisse an Menschen bekannt, auch wenn sie, wie in Florida, durchaus verbreitet ist und die Nähe des Menschen nicht scheut.

Verbreitung

Obwohl die Erstbeschreibung nach einem Weibchen aus Kolumbien, Südamerika, erfolgte, geht man davon aus, dass die Braune Witwe ursprünglich aus dem südlichen Afrika stammt. Seit dem 19. Jahrhundert wurde sie jedoch auf allen Kontinenten (mit Ausnahme Antarktikas) eingeschleppt.

In den USA ist die Spinne schon lange heimisch, hat sich aber seit Mitte der 90er Jahre, ausgehend von Florida, in den südöstlichen Bundesstaaten rasch verbreitet. Einzelne Funde sind aber auch aus Arizona, Colorado und New Mexico gemeldet worden. In Südkalifornien reicht ihre Verbreitung inzwischen vom Los Angeles County bis zum San Diego County und östlich bis zum Riverside County. Auf Hawaii wurde die Braune Witwe 1939 das erste Mal registriert und hat sich seither auf allen größeren Inseln verbreitet.

In Japan gab es den ersten gesicherten Bericht über das Vorkommen der Braunen Witwe im Jahr 1995 aus der Hafenstadt Yokohama. Bis zum September 2008 hatte sie sich in 11 japanischen Präfekturen ausgebreitet. 2004 wurde ein Exemplar bei Pune in Indien gefunden.

Die Verbreitung der Spinne zwischen den Kontinenten erfolgt durch Containerschiffe. Ihre rasche Ausbreitung innerhalb eines Landes ist auf den Warentransport mit Lastkraftwagen zurückzuführen. Begünstigt wird sie durch die milden Winter der vergangenen Jahrzehnte auch in nördlichen Breiten.

Lebensweise

Die Weibchen leben 3 Jahre, die Männchen leben nur 8 Monate oder ein Jahr. Die Weibchen fressen hauptsächlich Insekten, es wurde aber auch beobachtet, dass auch kleine Kröten verspeist wurden, welche sich in ihrem Netz verfangen hatten.

Die Art findet man in besiedelten Gebieten in der Umgebung von Häusern, in Gärten, in Autos und Wohnmobilen. Sie besiedelt auch Kunststoff-Gartenmöbel, Blumentöpfe oder Blätter von Paradiesvogelblumen. In der Regel findet man sie überall dort, wo sie einen geschützten Platz findet.

Medizinische Bedeutung

Die Männchen sind harmlos, nur die Cheliceren der Weibchen durchdringen die menschliche Haut. Ihr Biss wird als weniger gefährlich eingestuft als jener der Südlichen Schwarzen Witwe (Latrodectus mactans) oder der Europäischen Schwarzen Witwe (Latrodectus tredecimguttatus), kann unbehandelt aber auch starke, langanhaltende Muskelschmerzen verursachen. In der Regel nehmen die Spinnen bei Gefahr eine Abwehrhaltung ein, bei der sie die Gliedmaßen eng anlegen. Nur wenn sie weiterhin gereizt werden, setzen sie sich zur Wehr.

Latrodectus hesperus

Latrodectus hesperus

Latrodectus hesperus 

Die Westliche Schwarze Witwe (Latrodectus hesperus) ist eine Webspinne der Familie der Kugelspinnen (Theridiidae) und wurde 1935 von Ralph Vary Chamberlin und Wilton Ivie beschrieben. Sie ist im Westen Nordamerikas verbreitet.

Die Westliche Schwarze Witwe gehört zu jenen drei Arten, in welche die nordamerikanische „Schwarze Witwe“ Latrodectus mactans im Jahr 1970 nach einer Revision durch B. J. Kaston aufgeteilt wurde.  Latrodectus mactans im engeren Sinn wird seither Südliche Schwarze Witwe genannt, ihr Verbreitungsgebiet grenzt im Norden an das der Nördlichen Schwarzen Witwe und im Westen an das der Westlichen Schwarzen Witwe. Die drei Arten unterscheiden sich nicht nur durch ihr Verbreitungsgebiet, sondern auch durch spezifische Unterschiede in der Zeichnung.

Beschreibung

Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von 14 bis 16 Millimetern und haben auf der Unterseite des Abdomens eine Zeichnung in Form einer roten Sanduhr, sie gehört zu den größeren Witwenarten. Normalerweise ist die Spinne hauptsächlich schwarz gefärbt und hat sonst nur auf dem Rücken einen roten Fleck. Wird das Weibchen älter, ändert sich die Färbung von einem glänzenden Schwarz bis zu einem dunklen Braun. Die Männchen erreichen eine Körperlänge von 8 Millimetern und sind überwiegend hellbraun bis beige. Auf dem Hinterleib des Männchens sind drei diagonale, blasse Streifen, auch hier ändert sich die Färbung. Wird das Männchen älter, so ähnelt es den Jungtieren, welche an der Unterseite olivgrün gefärbt sind.

Vorkommen

Nachweiskarte der Westlichen Schwarzen Witwe

Das Verbreitungsgebiet der Westlichen Schwarzen Witwe reicht vom äußersten Südwesten Kanadas über die westlichen Regionen der USA bis Mexiko. Im Osten ist sie bis in den Westen von Texas zu finden. Sie ist in den wärmeren Gegenden Kaliforniens, Arizonas und anderer westlicher Bundesstaaten häufig.

Westliche Schwarze Witwen leben unter Felsvorsprüngen, Felsen und Geröll. Sie besiedeln verlassene Bauten verschiedener Nagetiere oder bauen ihre Nester in stillen Gebieten, welche nicht von Menschen betreten werden. Fallweise dringen sie jedoch bis in besiedelte Gegenden vor. Manchmal werden Funde der Westlichen Schwarzen Witwe auch aus den Vorstädten größerer amerikanischer Städte gemeldet.

Lebensweise

Ihre Netze bauen die Westlichen Schwarzen Witwen in der Regel in Bodennähe. Die Tiere ernähren sich hauptsächlich von Insekten, auch von großen Heuschrecken und Käfern, fressen aber auch andere Spinnen.

Sind die adulten Männchen auf der Suche nach einem Weibchen, nehmen sie nichts zu sich und beißen nicht. Beim Kontakt mit dem Netz eines Weibchens zeigen sie ein spezifisches Kommunikationsverhalten, indem sie mit ihrem Hinterleib Vibrationen erzeugen. Dieses Verhalten zeigen sie nicht, wenn sie auf das Netz eines anderen Männchens treffen. Die Vibrationen können vom Weibchen mit den Spaltsinnesorganen wahrgenommen werden. Es wird angenommen, dass Pheromone, die mit der Spinnenseide abgegeben werden, dem Männchen anzeigen, ob es sich um ein Netz eines Weibchens der gleichen Art handelt. Diese Pheromone können mit Rezeptoren der Sinneshaare auf den Tarsen und den Pedipalpen aufgenommen werden.

Nach der Paarung kann es vorkommen, dass das Männchen vom größeren Weibchen gefressen wird. Dieses Verhalten hat zum Namen „Schwarze Witwe“ geführt. Es findet jedoch viel weniger häufig statt, als früher angenommen wurde. Danach legt das Weibchen mehrere hundert Eier, die mit Kokons umhüllt werden. Diese Kokons der Westlichen Schwarzen Witwe sind eher ei- bis birnenförmig und nicht kugelrund wie bei der Südlichen Schwarzen Witwe. Sie sind cremefarben bis bräunlich, während sie bei der Südlichen Schwarzen Witwe von Anfang an einen grauen Farbton haben.

Bissunfälle und Giftigkeit

Die Art ist nicht aggressiv, hat aber ein starkes Gift. Der Biss fühlt sich meistens so an wie ein Nadelstich und wird anfangs oft nicht bemerkt. Es werden lokale Schwellungen und Muskelkrämpfe hervorgerufen, welche oft erst nach 3 Stunden auftreten. Diese können 48 Stunden lang anhalten. Todesfälle kommen selten vor. Weitere Symptome sind Übelkeit und Schweißausbrüche.

Latrodectus pallidus

Latrodectus pallidus

Latrodectus pallidus

Die Weiße Witwe (Latrodectus pallidus), auch Weiße Steppenspinne genannt, ist eine Webspinne aus der Familie der Kugelspinnen (Theridiidae), auch Haubennetzspinnen genannt. Sie gehört zur Gattung der Echten Witwen und wurde 1872 von Octavius Pickard-Cambridge, einem britischen Arachnologen, beschrieben.

Beschreibung

Charakteristisch für die Weiße Witwe ist ihr kugeliger Hinterleib und ihre dünnen langen Beine. Anders als viele Arten der Gattung der Echten Witwen, die wegen der Farbe ihres Hinterleibs als Schwarze Witwen zusammengefasst werden, hat die Weiße Witwe statt einer dunklen Färbung eine sehr helle. Die Weiße Witwe ist die einzige Art ihrer Gattung, die eine so helle Färbung, meist weiß oder gelblich weiß, hat. Eine Zeichnung in Form einer Sanduhr wie bei den Schwarzen Witwen existiert hier ebenfalls nicht. Dafür hat die Weiße Witwe vier deutliche punktartige Vertiefungen auf der sonst glatten Oberfläche des Hinterleibs. Diese stehen nahezu in einem Rechteck, die beiden vorderen Punkte liegen aber näher zusammen als die beiden hinteren. Während der Hinterleib immer fast weiß gefärbt ist, sind Vorderkörper und Beine variabel. Der Cephalothorax (Kopf-Bruststück) kann ebenso wie die Beine entweder hell gefärbt sein, oft sind sie aber gelblich-braun oder haben andere Brauntöne.

Die Männchen sind wie bei allen Arten der Echten Witwen wesentlich kleiner als die Weibchen.

Vorkommen

Die Art kommt von Nordafrika über den Nahen Osten und den Iran bis nach Russland und in mehreren zentralasiatischen Staaten wie Kasachstan, Turkmenistan und Aserbaidschan vor. Ab 1988 wurden auch Funde von der Insel Sal aus der Inselgruppe der Kapverdischen Inseln gemeldet. Im Verbreitungsgebiet lebt die Weiße Witwe in Steppen und wüstenartigen Landschaften.

Lebensweise

Die Art ernährt sich von Insekten. Dazu spinnt sie ein komplexes Haubennetz, das aus drei Teilen besteht: Ein seitlich des Fangnetzes angelegter Schlupfwinkel mit einer Wohnkammer und einem röhrenförmigen Zugang ist durch eine rund 10 Zentimeter lange und eben so breite Verbindung zum Fangnetz ausgestattet. Dieser vom Fangnetz abgetrennte Schlupfwinkel kann durch seine dicht gesponnenen Wände, die oft zusätzlich durch verschiedene Pflanzen- und Beutereste verstärkt sind, mehrere Funktionen erfüllen. Er schützt die Spinne und später die Eier und frisch geschlüpften Jungen vor der direkten Einstrahlung der Sonne in den heißen und trockenen Gebieten, in denen die Weiße Witwe vorkommt. Anders als bei den meisten Arten der Witwenspinnen wird das Nest nicht unter Steinen oder in Erdlöchern gebaut, sondern auf den niedrigen Büschen, die in diesen Wüsten- und Steppenzonen wachsen. Durch die Anlage in luftiger Höhe können, zusätzlich zum direkten Sonnenschutz, Konvektionsströmungen zur Kühlung genutzt werden. Dies bringt jedoch den Nachteil, dass der Bau leichter von optisch orientierten Fressfeinden, z. B. Vögeln, zu entdecken ist. Durch die Einlagerung von Pflanzenteilen und Resten von Beutetieren in das Spinngewebe wird der Unterschlupf zusätzlich getarnt und mechanisch verstärkt. Versuche in Israel mit dem Nördlichen Raubwürger und Nestern der Witwenspinne Latrodectus revivensis, die ihre Nester ebenfalls in Büschen baut, haben gezeigt, dass die Entdeckungsgefahr durch die Vögel umso geringer ist, je mehr zusätzliches Material das Nest verstärkt.

Dennoch ist die Kommunikation mit dem Fangnetz über die Brückenverbindung auch tagsüber gewährleistet, wenn die nachtaktive Spinne nicht direkt das Netz beobachtet. Das Fangnetz selbst ist kleiner als bei anderen Arten der Echten Witwen, es ist jedoch eher radial und flächig angeordnet als deren Haubennetze. Der Bau der gesamten Netzkonstruktion nimmt mehrere Tage in Anspruch.

Forschungsgeschichte

Von einem Besuch im damaligen Palästina von Mitte März bis Mitte Mai 1865 hatte der britische Pastor und Spinnenforscher Octavius Pickard-Cambridge 700 Insektenarten und 300 Spinnentiere nach London gebracht. Einen Überblick zu 278 Spinnenarten, die er zuvor bestimmt hatte, gab Pickard-Cambridge in der 1872 erschienenen Ausgabe der Proceedings of the Zoological Society of London. Mehr als die Hälfte waren damals noch unbeschriebene Arten und die Arbeit von Pickard-Cambridge umfasste zahlreiche Erstbeschreibungen, darunter die Weiße Witwe Latrodectus pallidus, die er im Tal des Jordan von niedrigen Büschen aufgesammelt hatte. Pickard-Cambridge ordnete die Spinne sofort der Gattung Latrodectus zu, von der sie seither nie in eine andere Gattung transferiert wurde. Das Artepitheton pallidus ist das lateinische Wort für „blass“.

Bissunfälle und Giftigkeit

Die Art ist nicht besonders aggressiv und ihr Biss ist für den Menschen in der Regel nicht gefährlich. Doch kann der Biss dieser Spinne einem Menschen schaden, wenn auch das Gift bei weitem nicht so stark wirkt wie bei der in Nordamerika beheimateten Südlichen Schwarzen Witwe (Latrodectus mactans) oder bei der australischen Rotrückenspinne (Latrodectus hasselti). Tödlich allerdings kann der Biss der Weißen Witwe für Gebrechliche oder Kinder sein. Toxikologische Studien haben ergeben, dass ihr Gift ähnlich dem der Europäischen Schwarzen Witwe (Latrodectus tredecimgutattus) aufgebaut ist.

Latrodectus elegans

Latrodectus elegans

Latrodectus elegans 

Latrodectus elegans ist eine Art der echten Witwen (Gattung Latrodectus) aus der Familie der Kugelspinnen, die umgangssprachlich auch als asiatische Schwarze Witwe bekannt ist.

Aussehen

Sie besitzt eine auffällige Zeichnung mit Rot- und Schwarztönen und hat wie andere Witwenspinnen charakteristische Merkmale am Hinterleib.

Herkunft

Die Art ist in Teilen Asiens beheimatet. Dazu gehören Länder wie China, Japan, Indien, Myanmar, Nepal, Thailand und Vietnam.

Entdeckung

Erstmals beschrieben wurde sie im späten 19. Jahrhundert (1898) durch den schwedischen Arachnologen Tamerlan Thorell in Myanmar.

Giftigkeit

Wie andere Vertreter der Gattung Latrodectus besitzt Latrodectus elegans ein wirksames Gift (Enthält Nervengifte wie Latrotoxine), das zu starken Schmerzen und gesundheitlichen Problemen führen kann. Bissunfälle sind ernst zu nehmen, verlaufen bei rechtzeitiger medizinischer Behandlung aber selten tödlich

Latrodectus obscurior

Latrodectus obscurior

Latrodectus obscurior 

Latrodectus obscurior ist eine Art aus der Gattung der Echten Witwen (Latrodectus) innerhalb der Familie der Kugelspinnen (Theridiidae). Wissenschaftlicher Name: Latrodectus obscurior Dahl, 1902 

Taxonomie

Erstbeschrieben wurde die Art im Jahr 1902 von dem deutschen Zoologen Friedrich Dahl. Lange Zeit wurde sie teilweise als Synonym oder Unterart der Braunen Witwe (Latrodectus geometricus) angesehen, gilt heute jedoch eigenständig.

Verbreitung:

Die Art ist nativ auf den Kapverdischen Inseln und in Madagaskar zu finden. 

Aussehen & Verhalten:

Wie andere Vertreter der Echten Witwen besitzen die Weibchen einen runden Hinterleib und das für die Gattung typische Giftsekret. Latrodectus obscurior zeigt oft eine anpassungsfähige Färbung (die je nach Umgebung von helleren Tönen bis hin zu Braun- und Schwarznuancen variieren kann). Die Spinnen gelten als eher ruhig, beginnen bei Störung jedoch oft mit dem ganzen Körper zu vibrieren. 

Giftigkeit:

Als Art der Gattung Latrodectus besitzen sie ein potenziell neurotoxisches Gift (Latrotoxine), weshalb beim Umgang mit ihnen in der Terraristik entsprechende Vorsicht geboten ist

Latrodectus menavodi

Latrodectus menavodi

Latrodectus menavodi 

Latrodectus menavodi ist eine Art aus der Gattung der Echten Witwen innerhalb der Familie der Kugelspinnen, die vor allem auf Madagaskar und umliegenden Inseln im östlichen Afrika vorkommt.

Grösse:

Weibchen erreichen eine Körperlänge von 1 bis 2 cm, während Männchen deutlich kleiner bleiben.

Aussehen

Weibchen zeigen oft auffällige Rückenzeichnungen (dorsal) in Rot, Orange oder Gelb sowie die typische Sanduhrzeichnung an der Unterseite des Hinterleibs. 

Verbreitung:

Die Art ist auf Madagaskar, den Komoren und Aldabra heimisch (wird daher auch als Madagassische Schwarze Witwe bezeichnet).

Giftigkeit:

Das Gift enthält starke Neurotoxine. Bisse von Latrodectus menavodi gelten medizinisch als sehr schmerzhaft und unter Umständen schwer oder potenziell gefährlich, erfordern daher schnell ärztliche Hilfe.

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