Krankheiten bei Vogelspinnen

Leiurus macroctenus v0.0



Vogelspinnenkrebs


Ist eine blasenartige Verdickung um den Spinnwarzenbereich, kann auch direkt auf oder unterhalb des Abdomens vorkommen. Dabei frisst die Spinne ganz normal und scheint auch nicht sonderlich davon beeiträchtigt zu sein. Dieser Prozess kann sich von mehreren Wochen bis zu ein paar Monaten ziehen. Mit dem Endstadium ist die Blase mit roten und bläuliche Fäden durchzogen. Man kann versuchen die Blase immer wieder mal zu entleeren, indem sie ein Tierarzt mit dem Skalpell öffnet. Eine Garantie das dies klappt, gibt es leider nicht.


Pilzbefall


Äußert sich durch weißlich, pelzige Beläge auf Körper und/oder Gliedmaßen. Man sollte die Spinne sofort in ein trockenes Quarantänebecken setzen und sie mit einer entsprechenden Salbe via Wattestäbchen behandeln.


Milbenbefall


Erkennt man anhand der gelblich-beigen Tiere, welche die Größe eines halben Stecknadelkopfes messen. Sie sitzen zwischen den Chelizeren und/oder auf den Gliedmaßen. Man kann sie mit 70%igem Alkohol aus der Apotheke bekämpfen. Dazu träufelt man ein paar Tropfen auf die befallenen Stellen. Das Terrarium ist auszuräumen und gründlich mit heißem Wasser inkl. der Inneneinrichtung zu säubern.


Wurmbefall


Erkennt man normalerweise daran, wenn die Spinne wie gewohnt frißt, jedoch immer dünner wird. Zweifelsfrei ist dies leider erst nach dem Tod festzustellen. Man kann sich jedoch mit einem Tierarzt in Verbindung setzten und versuchen die Spinne mit einem Wurmmittel zu behandeln.



Vergiftungen & dyskinetisches Syndrom


Um diese vorzubeugen, sollte man ein paar Dinge beachten. Keinen Insektenspray im selben Raum, in welchem das Terri mit der Vogelspinne steht verwenden. Sie enthalten Nervengase die zum Tod der Vogelspinne führen könnten. Sprays mit dem Wirkstoff Fipronil nicht in der Nähe der Vogelspinne benutzen! Wenn man Futtertiere übrig hat, diese nicht mit Salat oder sonstigem Gemüse & Obst füttern. Da die Lebensmittel meist gespritzt sind nimmt die Spinne das Gift über die Futtertiere auf, dies kann zu dem gefürchteten dyskinetisches Syndrom führen, das fast zu 100% zum Tod führt. Die Anzeichen dieser Nervenerkrankung äußern sich wie folgt; unkontrolliertes zappeln der Beine auf der Stelle, plötzliches und unkoordinierten losrennen, kann sich nicht auf den Beinen halten, stößt gegen die Scheibe, frißt nicht mehr.



Erstellt von Adrian Buchser